Hundekrankheiten Lexikon: Hundebrucellose

Hundekrankheiten Lexikon: 

Hundebrucellose

Die Hundebrucellose ist eine Geschlechtskrankheit bei Hunden, die vom Bakterium Brucella canis aus der Gattung Brucella verursacht wird. Der Hund stellt den Hauptwirt, während der Mensch den Nebenwirt bildet. Der Hund ist seinerseits als Nebenwirt gegenüber Brucella abortus und Brucella melitensis empfänglich, welche ausgeschlossen werden sollten. Brucella canis ist auf mehreren Kontinenten inklusive Europa verbreitet. Die Übertragung erfolgt genital und peroral meist durch latent infizierte Tiere.

Nach 2 bis 4 Wochen entwickelt sich eine Bakteriämie. Diese kann länger als ein Jahr dauern und ist nicht zwingend mit Fieber verbunden. Bei Hündinnen kommt es zu Aborten im letzten Drittel der Trächtigkeit und zur Geburt lebensschwacher Welpen. Sie können bis zu dreimal hintereinander abortieren. Rüden erleiden Hodenentzündungen und Nebenhodenentzündungen bis zur Infertilität. Auch Lymphdrüsenentzündungen kommen vor. Viele Infektionen verlaufen unbemerkt.Die Prognose für das Überleben des Tiers ist günstig.

Diagnose: Serologie mittels Serumlangsamagglutination (SLA), indirektem Immunfloureszenztest, Immunodiffusionstest und Komplementbindungsreaktion, wobei spezifische Antigene vorhanden sein müssen. Auch Kulturanreicherung aus Blut, Urin, Vaginalabstriche oder Feten bzw. Eihäuten.

Therapie: Therapieversuche sind meist wenig erfolgreich, obwohl in vitro folgende Antibiotika wirksam sind: Tetracyclin, Gentamicin, Enrofloxacin, Penicillin, Streptomycin und Chloramphenicol. Am wirksamsten ist deshalb eine gute Prophylaxe durch veterinärhygienische Maßnahmen. Obwohl es sich auch bei der Hundebrucellose um eine Zoonose handelt, verläuft die Infektion des Menschen stets ausgesprochen mild.

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Hundekrankheiten-Lexikon mit freundlicher Genehmigung der LESIA Tierklinik Düsseldorf

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