Hornhautdefekte lassen sich mit Fluoreszein-Farbstoff gut sichtbar machen. Dabei färbt sich das Stroma der Hornhaut an, das heißt das Gewebe zwischen der äußersten Zellschicht und der inneren Membran (Deszemetsche Membran). Damit lassen sich Größe und Tiefe eines Defektes gut abschätzen.
Je nach Ursache für einen Defekt (Trauma, fehlstehende Härchen, indolentes Ulcus etc.) muss dann die adäquate Therapie gefunden werden. Das sind meist zunächst Medikamente, bei tiefen oder perforierenden Defekten muss auch mit Hilfe des OP-Mikroskops operiert werden.
Gerade bei chronischen, schlecht heilenden Defekten, haben sich Bandagelinsen bewährt.

Hundekrankheiten-Lexikon mit freundlicher Genehmigung der LESIA Tierklinik Düsseldorf
Was ist ein Hornhautdefekt beim Hund?
Die Hornhaut bildet die klare Vorderfläche des Auges. Wird ihre äußere Zellschicht verletzt, spricht man von einem Hornhautdefekt beziehungsweise Hornhautgeschwür. Solche Defekte können oberflächlich sein, aber auch tiefere Hornhautschichten betreffen.
Mögliche Anzeichen sind vermehrter Tränenfluss, häufiges Blinzeln, Zusammenkneifen des Auges, Reiben, Rötung oder eine sichtbare Trübung. Weil Hornhautverletzungen schmerzhaft sein und sich verschlimmern können, sollten Veränderungen am Auge zeitnah tierärztlich untersucht werden.
Wie wird ein Hornhautdefekt festgestellt?
Bei der Untersuchung kann Fluoreszein verwendet werden. Dieser Farbstoff haftet an Bereichen, an denen die schützende Hornhautoberfläche unterbrochen ist. Dadurch werden Ausdehnung und Lage eines Defekts besser sichtbar.
Die Behandlung hängt von Ursache und Tiefe ab. Oberflächliche Defekte können anders behandelt werden als tiefe, schlecht heilende oder perforierende Verletzungen. In schweren Fällen kann eine Operation erforderlich sein.
Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Augenuntersuchung.
Fachliche Quellen:
ACVO: Augenuntersuchungen und
MSD Veterinary Manual: Hornhauterkrankungen



































