Hundekrankheiten Lexikon “Glaukom” (grüner Star)

Hundekrankheiten Lexikon: Glaukom (grüner Star)

Vom Glaukom spricht man, wenn der Augeninnendruck zu hoch ist, das heißt, mehr Kammerwasser im Auge produziert wird, als abfließen kann. Mit verschiedenen Instrumenten kann dieser Druck gemessen werden. Er sollte im gesunden Hundeauge unter 20 mmHg liegen.

Auslöser für eine Druckerhöhung können vielfältig sein. Beispielsweise können Entzündungen im Auge dazu führen, dass der Kammerwasserabfluss verstopft wird. Manchmal ist der Abfluss angeboren, zu eng oder nicht richtig entwickelt. In einigen Fällen kann sich auch die Linse im Auge lösen (Linsenluxation) und den Abfluss verlegen. Das Glaukom tritt daher je nach Ursache schleichend oder plötzlich auf, ist meistens schmerzhaft und kann sehr schnell zur Erblindung des betroffenen Auges führen.

Daher muss als erstes versucht werden, zügig, zum Beispiel mittels Medikamenten, den Druck zu senken. Sollte die eigentliche Ursache für den Druckanstieg nicht beseitigt werden können oder die medikamentelle Therapie nicht ausreichend sein, um den Druck nachhaltig zu senken, werden diese Augen unwiderruflich blind.

Ein erhöhter Augeninnendruck ist immer auch unangenehm und in vielen Fällen muss man auch chirurgische Lösungen in Erwägung ziehen, um dem Tier langfristige Schmerzen zu ersparen (siehe auch Intrasklerale Prothese).

Indirektes Ophthalmoskop

Mittels diesem Kopfbandophthalmoskop kann der Untersucher genau im Lichtstrahl auf die Netzhaut des Patienten sehen.

Durch Weitstellen der Pupille und den Einsatz verschiedener Linsen kann der Untersucher in einem großen Bereich Veränderungen der Netzhaut darstellen und auch aufzeichnen.

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Hundekrankheiten-Lexikon mit freundlicher Genehmigung der LESIA Tierklinik Düsseldorf

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